Medienkonzept

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Das Neue-Medien-Konzept / Medienkonzept der Mierendorff-Schule Berlin

Ein Projekt zur Förderung digitaler Medienbildung  – Öffentliche Version – Update vom 27.09.18

(Ergänzende Veröffentlichung: „Fast wie im echten Leben – Computergestützte Medienbildung konkret“ von Matthias Lenz in der Fachzeitschrift Grundschulunterricht H. 4/18)

 Das Neue-Medien-Konzept / Medienkonzept als PDF-Download – Klick auf das unten stehende Icon:

 

Standards
(lt. RLP B/BB
BC Medienbildung)
Kl.
Standardkon-kretisierung/
Kompetenzen –
Die SuS …
Mögliche Umsetzung
im Unterricht und Lernprodukte
Fach
Software/direkte
Verlinkungen
grundlegende Funktionen von Textverarbeitungs- sowie Grafik-, Bild-, Audio- und Videobearbeitungs-programmen nutzen
1/2
meistern einfache fachliche Herausforderungen, indem PC sachgerecht bedient wird (Schwerpunkt Maus)
Professionelle Lern-DVD mit Mathe-aufgaben bearbeiten
M
Flex und Floh
(Prof. Lern-DVD vom Westermann-Verlag)
______________________
Lollipop und die Schlaumäuse
(Prof. Lern-DVD vom Cornelsen-
Verlag)
Am PC zeichnen
BK
kritzel-klub.de
mediale Werkzeuge altersgemäß für die Zusammenarbeit und den Austausch von Informationen in Lernprozessen nutzen (1)
1/2
meistern einfache fachliche Herausforderungen, indem PC sachgerecht bedient wird (Schwerpunkt Tastatur)
Schreibübungen; Buchstaben ordnen u.a.m.
D
schlaukopf.de
Multiplikationsspiel; Rennwagen Speed verleihen
M
mathplayground.com
Welche Zahl ist größer? u.a.m.
M
mathe-ueben.de
Addition/Subtraktion u.v.m.
M
schlaukopf.de
-Chancen und Risiken der digitalen Kommunikation diskutieren sowie altersgerechte und lebenswelt-bezogene Handlungsmöglichkeiten   entwickeln (1)
-zwischen privaten und öffentlichen Daten unterscheiden
3/4
entwickeln Bewusstsein für den sorgsamen Umgang mit persönlichen Daten
-Internet-Surfschein
-Infos und Übungen mit interaktiver Lernkontrolle
SU
D
internet-abc.de
(Download der Quiz-Datei möglich!)
mediale Werkzeuge altersgemäß für die Zusammenarbeit und den Austausch von Informationen in Lernprozessen nutzen (2)
3/4
werten Information aus Text und Bild aus und überprüfen Wissen selbständig in interaktiver Übung
-Getreide – Infotexte, Bilder und interaktive LK
-Begleitende Übungen zur Radfahraus-bildung

 

SU
hamsterkiste.de (Lizenzbedingungen
beachten)
die-radfahrausbildung.de
Deutsche Verkehrswacht; Arbeits-
heft & Online Portal (gegen Gebühr)
eine Präsentation von Lern- und Arbeitsergebnissen sach- und situationsgerecht gestalten
 4
 erstellen gemeinsam mit L. eine einfache Powerpoint-P. 
Buchempfehlung zu einer Ganzschrift
 D
Beispiel: Buchempfehlung als Powerpoint-Präsentation:
„Gottfried, das fliegende Schwein
Chancen und Risiken der digitalen Kommunikation diskutieren sowie altersgerechte und lebenswelt-bezogene Handlungsmöglichkeiten   entwickeln (2)
 5
arbeiten mit der Fabel „Der Frosch und der Ochse“ von Aesop.
„Literatur-Chat“, eigene Fabeln schreiben, Zeichnungen zur Fabel, Rollenspiel
D
BK
Übung „Der Frosch und der Ochse“

 

Suchmaschinen sachgerecht als Recherchewerkzeuge nutzen
4/5
erarbeiten sich Kompetenzen zur Recherche und Präsentation
 
Interaktive Übungen; selbständige Schülerarbeit am PC mit Ergänzungen in der Unterrichtsarbeit
alle
Interaktive Lernübungen presented by Mierendorff-Schule zu Recherche, Präsentation und Sicherheit im Netz:
I) Internetrecherche und Präsentationen (für Lehrer)
_____
II.) Gefahren im Internet – Vorsicht geht vor!
_____
III) Internetrecherche: Allgemeines
_____
IV) Recherche mit google.de
_____
V) Recherche mit wikipedia.org
_____

VI) Recherche mit blindekuh.de
______

VII) Rechercheergebnisse speichern und präsentieren
recherchieren Wal-Infos und erstellen ein Lernplakat
-Lernplakat
-Evt. fachübergreifende Übung zu Walen (i.A.)
SU
D
M
Interaktives Wal-Lernbuffet
-eine Medienproduktion in Einzel- oder Gruppenarbeit nach Vorgaben planen
-Gestaltungselemente für eine Präsentation (Text, Audio, Bildmaterial und Video) nach vorgegebenen Kriterien auswählen
 
5
informieren sich über Gefahren des Rauchens und produzieren ein Anti-Rauchen-Werbevideo
Anti-Rauchen-Werbevideo
 
Nawi
D
Anti-Rauchen-Video-Spot drehen (Infos, interaktive Übungen, Storyboard):
X.) Ist Rauchen cool?
______

XI.) Videodreh gezielt vorbereiten
______
XII
.) Dokumentation eines Videodrehs (f. L.)
5/6
können Mobbing identifizieren und produzieren eine Fotostory (anderes Thema möglich!)
Anti-Mobbing-Fotostory
SL
D
GeWi
Fotostory produzieren
(Infos, Erfahrungen interak-
tive Übungen):
XIII. Eine Fotostory produzieren
_____

XIV. Thema Mobbing für Fotostory?
-eine Präsentation von Lern- und Arbeitsergebnissen sach- und situationsgerecht gestalten
-Einzel- und Gruppenarbeitsergebnisse vor einem Publikum präsentieren
 6
 setzen sich kritisch mit ihren Lern-und sonstigen Lebenserfahrungen an der MS auseinander, erstellen dazu adressatenbezogen PPP und stellen diese vor
 
Powerpoint-Präsentation „Mein Leben an der Mierendorff-Schule“
Powerpointpräsentationen:
VIII. Präsentationen: Arten
von Präsentationen
_____
IX. Präsentationen: Krite-
rien & Beispiel einer guten Powerpointpräsentation
_____
XV) Präsentation „Mein
Leben an der …-Schule“
mediale Werkzeuge altersgemäß für die Zusammenarbeit und den Austausch von Informationen in Lernprozessen nutzen (3)
üben Konjugationen im Zuge einer  interaktiver Übung
Abschlusstest auf entsprechender Niveaustufe
 D
Interaktive Übung „Konjugationen“

Die Lernübungen – Liste interaktiver Lernübungen zum Medienkonzept der Mierendorff-Schule

Thema

Direkte Verlinkung

1. Kl. 1/2 Multiplikation

 Spiel Grand Prix 

2. Kl. 1/2 – Richtig schreiben

 schlaukopf.de

Lehrer – Internetrecherche, Präsentation, Sicherheit 

 1) Internetrecherche und Präsentationen (für Lehrer) in der Grundschule (M.Lenz)

 Sicheres Chatten und Surfen

 2) Gefahren im Internet: Sicherheit geht vor!

 4./6. Kl – Internetrecherche: Einleitung

 3) Internetrecherche in Grundschule: Recherche Allgemeines (M. Lenz)

4./6. Kl – Internetrecherche mt Google

 4) Internetrecherche in Grundschule: Suche mit google.de Suchmaschine (M.Lenz)

4./6. Kl – Internetrecherche mit Wikipedia

5) Internetrecherche in Grundschule: Suche mit wikipedia.org (M.Lenz)

4./6. Kl – Internetrecherche mit Blindekuh

 6) Internetrecherche in Grundschule: Suche mit blindekuh.de (M.Lenz)

4./6. Kl – Internetrecherche: Suchergebnisse speichern

 7) Internetrecherche und Präsentation in Grundschule: Suchergebnisse speichern und präsentieren (M.Lenz)

 4./6. Kl – Internetrecherche: präsentieren

 8.) Internetrecherche und Präsentation in Grundschule: Arten von Präsentationen (M.Lenz)

 4./6. Kl – Powerpointpräsentation erstellen

 9) Internetrecherche und Präsentation in Grundschule: Kriterien einer guten Powerpointpräsentation (Grundschule)(M.Lenz)

4./6. Kl – Medienproduktion: Video 1

 10) Rauchen – ja oder nein? Eine lebenswichtige Entscheidung Teil 1 – Infos, interaktive Lernübungen, externe
Webseiten / (Nawi, Biounterricht

5./6. Kl. – Medienproduktion: Video 2

 11) Rauchen – ja oder nein? Eine lebenswichtige Entscheidung Teil 2 – Vorlagen, Tipps, Storyboard zum Dreh des
Videos (NaWi, Bio)

5./6. Kl. – Medienproduktion: Video 3

 12) Rauchen – ja oder nein? Eine lebenswichtige Entscheidung Teil 3 – Dokumentation der Arbeiten am Anti-Rauchen-Werbespots (eher f. Lehrer)

5./6. Kl. – Medienproduktion: Fotostory 1

 13) Überlegungen und Beispiele zur Produktion einer Fotostory im Unterricht

5./6. Kl. – Medienproduktion: Fotostory 1

 14) Wir erstellen eine Anti-Mobbing-Fotostory

6. Kl. – Eine Powerpoint-Präsentation erstellen

 15) Eine Powerpoint-Präsentation erstellen (Abschlussarbeit)

Unterricht im PC-Raum – Tipps zur Umsetzung digitaler Medienbildung

Hier finden Sie Tipps zur Umsetzung von Medienbildung im Unterricht. Die Tipps entstammen meiner jahrelangen Erfahrungen aus der Praxis als Lehrer und Administrator und beziehen sich nicht nur auf Unterricht im Computerraum, wie der knappe Linktitel vermuten ließe, sondern übergreifend auf didaktische Maßnahmen, welche wesentliche Kompetenzen im praktischen Umgang mit digitalen Medien fördern sollen.
Ich hoffe, der geneigten Leserschaft damit Anregungen geben zu können.

Matthias Lenz

Unterricht im Computerraum – 1. Grundsätzliches

Unterricht im Computerraum ist schon etwas Besonderes. Ist er gut organisiert, arbeiten die SuS wie angeknipst extrem engagiert und selbständig und die Lehrkraft kann entspannt dort gezielt individuell fördern, wo es angebracht ist. Eine Situation also, die wir uns öfter wünschen, aber mit Texten aus dem Arbeitsbuch oft nur erzwingen wollen oder können. Hard- und Software übernehmen dabei also teilweise die Unterrichtsleitung. Eine Tatsache, die man erst einmal akzeptieren muss, aber warum nicht, wenn doch auf diese Weise gute Kompetenzen effektiv gefördert werden können!?
Es gilt jedoch, das Phänomen der „Aufmerksamkeitsmagnetisierung“ durch die Monitore didaktisch geschickt zu nutzen ohne Desorientierung oder Chaos entstehen zu lassen. Dazu unten ein paar Tipps aus meiner Unterrichtserfahrung.

Versetzen wir uns aber erstmal in die Gefühlswelt des 9jährigen Max, der sich erwartungsfroh nach einigen Drängeleien einen Platz am PC gesichert hat. Seine Lehrer hatte nur stolz die Worte gesprochen: „Heute gehen wir in dem Computerraum!“ und er hatte wie alle begeistert gejubelt. Vermutlich, weil er glaubte, nun chatten, spielen und Videos schauen zu dürfen, wie zuhause auch. Demzufolge greift unser Eleve auch sofort nach der Maus, setzt sich Kopfhörer auf und klickt irgendetwas an, taucht ein in digitale Welten. Erschrocken erwacht er abrupt, als ihm der entnervte Kollegin die Kopfhörer entreißt und ihm ins Ohr schreit, er solle endlich auf eine bestimmte Webseite gehen und dort Aufgaben lösen.
Fazit: Max dürfte ziemlich frustriert sein!
Und der Lehrer? Auch!
Woher ich das weiß? Weil ich es selbst war… Okay, aber aus Fehlern kann man bekanntlich lernen:

Tipp 1) Bevor die SuS ihren Platz vor dem PC einnehmen muss Zieltransparenz gewährleistet sein! Die SuS sollen vorab wissen, was zu tun ist.
Begründung: Sitzen die SuS erst direkt vor den Geräten, ist es nur mit erheblichem Aufwand möglich, ihre Aufmerksamkeit zu erlangen.

Tipp 2) Vorab-Arbeitsaufträge können so vermittelt werden:
– SuS erhalten Arbeitsbögen
– Vorgehensweisen werden im Gespräch (im Klassenraum) entwickelt, bevor die SuS an die Geräte gehen
– m. E.: Gibt es im Computerraum ein (interaktives) Whiteboard, kann z.T. darüber gesteuert werden
– (moderne und präzisere Mittel, wie Intranet, Moodle, Webseite etc. sollen hier nur angedeutet werden…)

Tipp 3) Last but not least: Vereinbaren Sie mit den SuS Regeln zur Nutzung des Internets/der Computer!
Begründung: Die Nutzung von PC/Internet im Unterricht kann nur erfolgen, wenn Regeln eingehalten werden. Bekanntlich werden Regeln eher eingehalten, wenn sie akzeptiert werden, was wiederum eher der Fall ist, wenn sie gemeinsam mit allen Beteiligten erarbeitet werden.

M. Lenz

Unterricht im Computerraum – 2. Praxistipps

Unterrichtssteuerung im PC-Raum konkret – Wenn der Monitor die Herrschaft übernimmt… smile

Praxistipps:

Tipp 1) Das Betreten des Computerraums sollte besonnen erfolgen. SuS werden einzeln eingelassen und es wird darauf geachtet, dass Mädchen nicht beiseite gedrängt werden.
Begründung: Beim Gang vom Klassen- zum Computerraum entsteht leicht erwartungsvolles Gedränge. Körperlich stärker sichern sich so die Jungen gerne vordere Plätze… Wildes Hineinstürmen kann auch Schäden an den Geräten nach sich ziehen!

Tipp 2) Die PC-Plätze werden dauerhaft den SuS zugeordnet!
Begründung: Besucht man häufiger den PC-Raum, entfallen dann ggf. Auseinandersetzungen um vermeintlich beste Arbeitsplätze. Außerdem dient eine feste Platzzuordnung der Orientierung der Lehrkraft.

Tipp 3) Fahren Sie die Geräte bereits vor der Unterrichtsstunde hoch!
Begründung: Ist das Betriebssystem bereits am Start, sparen Sie nicht nur Unterrichtszeit; es entsteht auch keine unnötige Unruhe während die PC hochfahren.

Tipp 4) Wählen Sie zunächst einen Platz, von dem aus Sie alle Bildschirme überblicken können!
Begründung: Nur so können Sie sehen wo Hilfe gebraucht wird und gezielt eingreifen

Tipp 5) PC von SuS, die bewusst von den Vorgaben abweichen, werden ausgeschaltet!
Begründung: Auch wenn ernsthafte Konsequenzen pädagogisch nicht so en vogue seien mögen, empfehle ich sie in diesem Fall ausdrücklich!

Unterricht im Computerraum – 3. Regeln für den Computerraum

Regeln für die Nutzung der Computerräume an der Mierendorff-Schule
Entwickelt von: Klasse 4a und Frau Szcycpienski

Regeln für die Nutzung des Computerraums

Unterricht im Computerraum – 4. Sozialformen

Einzel- oder Partnerarbeit – Beides ist möglich!

Unterricht im PC-Raum – 5. Klassen-Homepage kostenlos einrichten

Die Einrichtung einer Klassen-Webseite bringt einige Vorteile und ist – mit eingeschränktem Datenvolumen – auch kostenlos möglich.
Hier habe ich in nur 30 Minuten ein Test-Beispiel für die geneigten Leser erstellt: https://digitale-klasse.jimdo.com/

Vorteile einer Klassen-Homepage (natürlich nur u. B. d. Datenschutzes und in Absprache mit SuS und Eltern!):

  • Organisatorische Vereinfachungen (Mitteilung von Elternabenden und anderen Terminen, Hausarbeiten usw.)
  • Angabe von (komplizierten) Link-Pfaden, die auf Lernübungen verweisen
  • Präsentationsebene für Schülerarbeiten

Es gibt verschiedene Anbieter, die kostenlose Homepages anbieten, meist in Verbindung mit kinderleicht zu bedienenden Hilfselementen und Vorlagen. Bei dem Anbieter, der die o. g. Beispielseite ermöglicht, hält sich die Werbung auch in Grenzen. Mit ein paar Euro/Monat kann man das Datenvolumen weiter ergänzen, eine elegantere URL erhalten und Werbung ausblenden.

Mit Facebook lässt sich auch eine Klassen-Webseite gestalten. Man sollte sich aber intensiv mit den Möglichkeiten beschäftigen, diesen Account abzuschotten, um Spammails, Freundschaftsanfragen etc. zu vermeiden…

Matthias Lenz

Unterricht im PC-Raum – 6. Einen Literatur- oder Wissenschafts-Chat einrichten

Um faires Catten zu trainieren, oder um Diskussionen über naturwissenschaftliche oder sonstige Probleme in einer besonderen Form zu ermöglichen,  können eigen Chatrooms eröffnet werden.
Gute Erfahrungen habe ich mit dem Anbieter https://stin.to/de gemacht.

Die Seite aufrufen, „Chat erstellen“ klicken und schon ist der Chatroom unter der dann angegebenen Internetadresse eröffnet. Diese muss nun noch eingegeben und angeklickt werden und los geht´s!

Elegant ist natürlich die Einbettung des Links in die Klassenhomepage, deren kostenlose Einrichtung oben erklärt wird.

Ähnlich funktioniert https://tlk.io    . Wenn man diesen Chatroom eröffnet, kann man sich auch als Moderator (über einen Twitter-Account) anmelden und erhält einige Adminrechte.

Zur EDV-Ausstattung

Die Anschaffung digitaler Medien (Hard- und Software) sollte gut überlegt sein! Wo auf der einen Seite Mittel in unfassbarer Weise verschwendet wurden, fehlten sie anderseits dort, wo sie gebraucht wurden.
Hier finden sich ein paar Überlegungen, die Ausgaben im Bereich der EDV sinnvoll gestalten könnten.

EDV-Ausstattung – 2. Ausrichtung der Geräte

Es ist hilfreich, wenn die Monitore in eine Richtung ausgerichtet werden können. Das hat 2 wesentliche Vorteile:

  1. Die leitende Person hat die Möglichkeit alle Bildschirme gleichzeitig einzusehen
  2. Sollte eine Präsentationsfläche erforderlich sein, haben alle Lernenden direkten Einblick

Zu 1) Der Blick auf alle Bildschirme erlaubt die Beobachtung der individuellen Arbeitsprozesse. (Auch wenn es pädagogisch nicht en vogue erscheinen mag, sei auch die Kontrollfunktion angemerkt; SuS werden weniger zu „verhaltensoriginellen“ Ausschweifungen neigen, wenn sie meinen, beobachtet zu werden…)

Zu 2) Mitunter erleichtert „frontal“ Dargebotenes den Arbeitsprozess im PC-Raum sehr. Müssen sich die Eleven dann mehrfach drehen und wenden ist das nicht nur ergonomisch problematisch, sondern sorgt auf für erhebliche Unruhe

Das oben gesagte betrifft übrigens auch Medieninseln! Die PC sollten unbedingt so aufgestellt werden, dass die Bildschirme von einer Seite aus einzusehen sind und zwar am besten vor einer Wand, denn dort blendet kein Licht und die Geräte und Kabel sind eher vor herumrennenden SuS oder fliegenden Gegenständen geschützt, als wenn sie in der Mitte des Raumes stehen!

Computerraum-Ausstattung – 2. Ausrichtung der Geräte

Lehrerarbeitsplatz:

Die Notwendigkeit eines eigenen Lehrerarbeitsplatzes ist abhängig von der Gestaltung der EDV-Anlage. In guten Systemen, die durch Server gesteuert werden, kann die leitende Kraft von ihrem Rechner aus die einzelnen Schülerrechner steuern und auf sie zugreifen. In diesem Fall muss ein PC für die Lehrkraft reserviert bleiben.

System:

Systemadministration:

EDV-Ausstattung – 3. Technische Ausstattung

Dieses Thema ist hier aufgrund extrem unterschiedlicher Voraussetzungen der einzelnen Schulen nicht verallgemeinert  zu behandeln.
Dennoch seien einige Tipps angemerkt:

  • Ein Server, der den Zugriff auf alle schulischen Geräte bündelt, ist unerlässlich! Dessen Handhabung erfordert jedoch Fachwissen. In Berlin wurde die Schulen in diesem Sinne gezwungen, sich dem System der Firma SBE unterzuordnen, was zur Folge hatte, eigene erprobte Systeme aufgeben und sich den finanziellen Vorgaben beugen zu müssen. Insgesamt ist das auf Rembo basierende Konzept des Unternehmens aber klug auf schulische Bedürfnisse abgestimmt und ermöglicht dem/der schulischen ITB eine sichere und nicht allzu aufwändige Administration. Das entscheidende Element ist dabei die „Selbstheilung“, die im Allgemeinen die allgegenwärtige Schadsoftware eliminiert.
  • Realistisch zu finanzieren seien sollte in einer öffentlichen Grundschule mindestens ein Computerraum, der jedem Kind einer Klasse einen eigenen Arbeitsplatz garantiert! Besser wären natürlich 2 solcher PC-Räume, um auch spontane Besuche von Klassen zu ermöglichen!  (Aufgrund der  finanziellen Voraussetzungen öffentlicher Grundschulen wird der Einsatz von Apple-Produkten hier nicht weiter erörtert!)
  • Die traditionelle Geräte-Variante von Desktop/Tastatur/Maus ist in der Grundschule von besonderem Wert: Auch wenn sie mehr Platz beansprucht und ortsgebunden ist, kann sie kindlicher Experimentierfreude und Bewegungsdrang viel besser widerstehen! Der Einsatz von Laptops/Tablets erfordert außerdem ein entsprechendes W-Lan-Netz, dessen Installation auch aufwändig ist…
  • Tablet, Laptop, Handy oder Desktop?

    Die Mierendorff-Schule hat diese Frage eindeutig beantwortet: Digitale Medienbildung erfolgt bei uns über Desktop-PC!
    Tablets oder Laptops haben Vorteile weil sie in jeden Raum flexibel einsetzbar seien könnten. Warum haben wir uns dennoch für die PC/Desktop-Lösung entschieden?

    1. Desktop-PC sind preiswert und ggf. auch in gebrauchter Form gratis oder preiswert zu erstehen.
    2. Fest installiert sind sie fast „unkaputtbar“.
    3. Über LAN-Kabel angeschlossen ist der Internet-Speed – im Gegensatz zu W-LAN-Lösungen – voll gegeben
    1. Eine schulweite Finanzierung über die Elternschaft ist bei uns nicht möglich und eine seitens des Senats unvorstellbar
    2. Tablets/Laptops extrem empfindlich und unsere SuS sind wohl frühestens ab Klasse 5 dazu in der Lage, ihren Bewegungsdrang so weit zu kontrollieren, dass versehentliche Gerätezerstörung ausgeschlossen werden kann. (2 Laptop-Displays gingen bei uns allein durch unsachgemäße Öffnung zu Bruch…)
    3. Da man Grundschüler auch nicht mit wertvollen Tablets/Laptops (alleine) auf den Schulweg schicken kann, müssten diese in der Schule deponiert werden. Wie soll das versichert werden? (Einbruchsgefahr!) Daraus folgt das Problem, die Geräte in der Schule aufladen zu müssen…
    4. Die W-LAN-Vernetzung nur in einigen Räumen (finanziell) möglich

EDV-Ausstattung – Tablet, Laptop, Handy oder Desktop?

Die Mierendorff-Schule hat diese Frage eindeutig beantwortet: Digitale Medienbildung erfolgt bei uns über Desktop-PC!
Tablets oder Laptops haben natürlich Vorteile weil sie in jeden Raum (in dem W-Lan-Anschlüsse sind …) flexibel einsetzbar seien könnten. Warum haben wir uns dennoch für die PC/Desktop-Lösung entschieden?

  1. Desktop-PC sind preiswert und ggf. auch in gebrauchter Form gratis oder preiswert zu erstehen
  2. Fest installiert sind sie fast „unkaputtbar“
  3. Über LAN-Kabel angeschlossen ist der Internet-Speed – im Gegensatz zu W-LAN-Lösungen – voll gegeben
  4. Eine schulweite Finanzierung von Tablets (Apple-Produkten) über die Elternschaft ist bei uns nicht möglich und eine seitens des Senats derzeit unvorstellbar
  5. Tablets/Laptops sind extrem empfindlich und unsere SuS sind wohl frühestens ab Klasse 5 dazu in der Lage, ihren Bewegungsdrang so weit zu kontrollieren, dass versehentliche Gerätezerstörung ausgeschlossen werden kann. (2 Laptop-Displays gingen bereits allein durch unsachgemäße Öffnung zu Bruch…)
  6. Die Notwendigkeit, die Tablets nach Gebrauch stets aufladen zu müssen, bringt erhebliche Probleme mit sich und sorgt für Konfliktstoff unter Kollegen
  7. Die Akkus der Geräte sind von begrenzter Haltbarkeit (Meiner Erfahrung nach etwa 3 Jahre)
  8. Die flächendeckende W-LAN-Vernetzung ist technisch aufwendig und sehr teuer
  9. Möglichkeit Tablets selbst kaufen lassen: Da man Grundschüler nicht mit selbst gekauften wertvollen Tablets/Laptops (alleine) auf den Schulweg schicken kann, müssten diese in der Schule deponiert werden. Wie soll das versichert werden? (Einbruchsgefahr!). Nutzen die Kids die Geräte auch privat zuhause, ergeben sich weitere zahlreiche Probleme: Unbemerkt geladene Viren greifen das Schulsystem an, die SuS beschäftigen sich mit ihren Apps und bestehenden Zugängen zu sozialen Netzwerken statt mit dem Unterricht usw.
  10. Arbeitet man mit (Apple-) Tablets im Unterricht, sollte man sich auch zuhause damit vorbereiten können und das läuft darauf hinaus, dass man sich diese übertrieben teuren Gerätschaften auch selbst anschaffen müsste…

Allerdings hat Apple gerade erst eine Offensive gestartet, „Classroom-“ Apps und I-Pads zu entwickeln, die <350€ kosten sollen…

EDV-Ausstattung –  5. PC-Raum oder Medeininseln?

Diese Frage lässt sich pragmatisch so beantworten: Computerraum UND Medieninseln!

Den Umständen entsprechend stellt sich aber in der Realität die Ausgangsfrage schon aus finanziellen Erwägungen. Im Folgenden werden jeweils Pro- und Contraargumente aufgeführt, die ich mir auch im Laufe meiner Fachseminarleitertätigkeit angeeignet habe, bei der man Einblicke in zahlreiche Schulen erhält.

Computerräume:

> Für PC-Räume spricht zunächst die vereinfachte Administration und Wartung, da alle Geräte zentral verortet sind
> Auch lassen sich zahlreiche Anwendungstipps und -aufforderungen frontal ökonomischer vermitteln. (Bsp.: Eine komplizierte Navigationsführung muss nur einmal und nicht 30mal erklärt werden!)
> Die Lehrkraft kann (m. E. ) jederzeit überblicken, auf welchen Internetseiten die Eleven arbeiten …
> Die Lehrkraft kann sich hier ganz auf die Probleme der EDV konzentrieren, um die SuS individuell unterstützen zu können
> Besonders für Fachlehrer, v.a. in Fremdsprachen, kann die Arbeit in PC-Räumen organisatorische Vorteile haben, da sie meist weniger gut mit der Arbeitszeit jonglieren können
> Alle SuS einer Klasse kommen gleichermaßen zu ihrem Recht, am Computer arbeiten zu dürfen

Aber:

> In Schulen mit reger Inanspruchnahme, können die PC-Räume oft besetzt sein. Spontane Nutzung entfällt dann oft.
> Der Raumwechsel mit der Klasse kostet 3 – 5 Minuten Unterrichtszeit
> Es besteht immer eine gewisse Unsicherheit, ob die technischen Anlagen im PC-Raum zur Nutzungszeit auch in einwandfreiem Zustand sind. Und nach dem Raumwechsel und der Vorfreude auf die Arbeit am PC sind die SuS natürlich not amused, wenn dann etwas nicht klappt. Aber Schule ist ein Teil des Lebens und da gehört das Verwinden von Rückschlägen nunmal dazu! (Als Admin unserer Schul-EDV muss ich leider zugeben, dass trotz aller Bemühungen, leider immer mal wieder die skurrilsten technischen Probleme auftreten können.)

Medieninseln:

> Im Zuge eines wirklich konsequent auf Binnendifferenzierung ausgerichteten Unterrichts bieten Medieninseln zahlreiche Möglichkeiten individuelle Förderung zu forcieren
> Die Dienste der PC können spontan in Anspruch genommen werden, z. B. zur Beantwortung naturwissenschaftlicher Fragestellungen

Aber:

Kann wirklich garantiert werden, dass die technischen Einrichtungen nicht zerstört werden, wenn z. B. bei jüngeren Kindern die Emotionen hochschwappen? (Vertretungslehrer kommt zu spät in die Klasse …)
> M. verbrauchen viel Platz im Klassenzimmer
> Können die Kids, die dann an den PC arbeiten, quasi nebenbei auch wirklich individuell betreut werden?
> Wie sieht ein Konzept aus, dass allen SuS gleichberechtigten Zugang zur M. gestattet? Es kann doch z.B. nicht sein, dass die schlauen und schnellen bevorzugt werden und sich alle anderen neidisch-sehnsuchtsvoll nach einem
Einblick in die Bildschirme wünschen, oder!?

EDV-Ausstattung – 4. Administration/ Instandhaltung der EDV

Eine Computeranlage muss ständig gewartet werden!

EDV-Ausstattung – 5. Mobiliar

Wenn die finanziellen Mittel rar sind,  lässt sich in diesem Bereich der Ausstattung sicher am ehesten sparen! Die SuS werden nicht so viel Zeit im Computerraum verbringen, dass ernsthafte körperliche Beschwerden bei unjustierter Sitzhaltung entstehen könnten. Vorbildhaft wären aber:

  • Große Tische, an denen auch handschriftliche Aufzeichnungen vorgenommen werden können, z. B. während einer Recherche
  • Höhenverstellbare Stühle (Schließlich werden sie durch große und kleine SuS der Schule genutzt)
  • Drehbare Stühle (Insbesondere, wenn eine frontale Ausrichtung der Arbeitsplätze nicht möglich ist)Meine Empfehlung: Im Vordergrund pädagogischer Zielstellungen sollte stehen, Computer im Unterricht einsetzen zu können. Das geht übergangsweise auch mit minderwertigem Mobiliar!

Im Zuge der Inklusion ist zu beachten, eine entsprechende Anzahl von Geräten auch für behinderte Kinder einzurichten. Ihre zuständige Dienststelle wird Sie bei diesem Vorhaben sicher beraten und zusätzliche Mittel bewilligen!

M. Lenz

Comments (3)

Herr Mann

Nov 30, 2017 at 6:57 PM

Chapeau, liebe Mierendorffer! Was ihr hier umsonst anbietet hilft entscheidend weiter. Bin sehr gespannt auf weitere Ergebnisse! Vielen Dank!

Reply

Conrad

Feb 08, 2018 at 6:45 PM

Danke, werte Kollegen! Jede Menge guter Ideen! Diese Übungsreihe mit „interaktiven Übungen“ ist großartig! Werde sie mit meinen Kids ausprobieren. smile smile

Reply

Herr Müller

Apr 14, 2018 at 6:27 PM

Danke Kollegen, was ihr da umsonst ins Netz gestellt habt ist genial!

Reply

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