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Bericht von einem Besuch der Klasse 5c in einem Pflegeheim zu Weihnachten

Vor einigen Monaten bekam die Mierendorff-Schule von einem Altenpflegeheim in Lankwitz ein nicht mehr benötigtes Klavier geschenkt. Herr Lexow kümmerte sich damals um den Kontakt und den Transport. Die Leiterin, Frau Malkwitz, Mutter einer Schülerin der Klasse 5c, hatte die Idee, das Klavier zu spenden. Nun stand dringend das Bedürfnis zu danken aus und so entschlossen wir uns, die Weihnachtszeit zu nutzen.
Am letzten Schultag war es so weit, die Klasse 5c brach um 8.00 Uhr auf und fuhr mit U-Bahn und S-Bahn nach Lankwitz in eine vollstationäre Pflegeeinrichtung der Vivantes Einrichtungen. Wir wurden überaus freundlich von Frau Malkwitz begrüßt. Die Leiterin der Anlage führte uns in einen Besprechungsraum und klärte uns über den Zustand der Bewohner auf. Sie zeigte Verhaltenseigenarten der kranken Menschen auf. So ging es gut gerüstet in den Vorführraum der Anlage. Immer mehr Menschen wurden in den Raum gebracht. Wir sangen, musizierten und sagten Gedichte auf. Unser Programm wurde meist mit Gitarre von Herrn Lexow begleitet.

Alle waren sehr aufgeregt und mit viel Herzblut dabei. Als wir nach ca. 30 Minuten unser Programm beendeten, waren die Zuhörer nahezu enttäuscht. Sie hätten den jungen Menschen so gern noch weiter zugehört. Nun verteilten einige Schülerinnen die mit Frau Herrmann selbst gebackenen Plätzchen.
Alle Kinder brachten anschließend die Gäste, meist mit Rollstühlen oder Rollatoren, in ihre Zimmer zurück. Das taten sie gern und mit großem Eifer.
Danach wurden wir durch das wunderschön geschmückte Haus geführt. In jeder Etage duftete es ein wenig anders, da hier mit Duftelementen gearbeitet wird. Überall wurden wir freudestrahlend empfangen. So durften wir auch einer 104 Jahre alten Bewohnerin am Bett etwas vorsingen.
Plötzlich kamen wir in eine Gymnastikstunde. Alle hörten unserem Gesang fröhlich zu, manche sangen mit. Zu unserer Überraschung stellte sich heraus, dass wir in der Etage mit schwer dementen Bewohnern gewesen waren. Demenzkranke Menschen verlieren nach und nach ihr Gedächtnis, einige können sich nur an viele Jahre zuvor Geschehenes erinnern.
In dem Haus gab es auch einen Fitnessbereich, einen Ruhebereich und eine Friseurin.
Nun ging’s auf, den wunderschönen Garten zu erobern, Versteck zu spielen und auf eine Statue zu klettern. Im Anschluss daran erhielten wir alle ein schmackhaftes, liebevoll zubereitetes Mittagessen an einem festlich gedeckten Tisch, das wirklich Klein und Groß sehr mundete.
Sogar ein Weihnachtstütchen fand sich auf jedem Platz.
Wir alle danken für diesen bewegenden, Freude bringenden Tag!
Mit Sicherheit werden wir diesen Besuch wiederholen fanden, sowohl SchülerInnen wie die BetreuerInnen.

Sigrun Voigt