[Gesamt:0    Durchschnitt: 0/5]

Am Donnerstag den 12. Januar 2017 besuchte die Klasse 6c im Rahmen des Unterrichts Soziales Lernen/Kennenlernen der Weltreligionen den Berliner Dom. Die erfahrene Kirchenpädagogin Maria von Fransecky begleitete unsere Gruppe, beantwortete unsere Fragen und gab uns auf vielfältige Art und Weise die Möglichkeit, den Dom zu erfahren und Neues zu lernen. Schon zu Beginn betraten die Schülerinnen und Schüler auf eine besondere Art den Dom-Innenraum. Sie wurden mit geschlossenen Augen in das Innere des Raumes geführt und sollten erst dann die Augen öffnen. Sie schilderten später diesen ersten Eindruck als Überraschung und Überwältigung von der Größe, der Schönheit und dem Staunen über das ganz Andere. Wir durften uns auch auf Kirchenbänke legen und still die Kuppel betrachten – so hoch, so weit, als würde sich der Himmel öffnen. Ein Vogel stellt als Symbol den Geist Gottes dar, der durch das Licht in den Dom hineinschwebt. Die sanfte Orgelmusik der von Wilhelm Sauer am 27. Februar 1905 eingeweihten großen Orgel trug dazu bei, dass man auf diese Art schnell in einen sehr entspannten Zustand geriet. Wir konnten uns kaum vorstellen, dass die Siegessäule mit ihren 68 m Höhe in diese Kirche passen würde.

 

Unsere pfiffigen Kinder lösten auch sehr schnell die Aufgabe, die Kaiserloge zu entdecken. Hier hatte Kaiser Wilhelm II seinen Stammplatz zusammen mit seiner Frau, der Kaiserin Auguste Viktoria, und allen ihren Gästen. Mit dem Dombau wollte er wohl nicht nur Gott loben, sondern ein wenig eitel auch seine eigene Macht zeigen. Es gab so vieles zu entdecken und zu fragen. Die drei Stunden waren schnell vorbei. Eine große Neugierde konnte nicht gestillt werden: Der Friedhof unter dem Dom, wo die Toten der Familie Hohenzollern in Särgen aufgebahrt in der Gruft liegen, muss bei einem zweiten Mal besucht werden. Maria sagte, dass das Thema Tod und Vergänglichkeit so viel Fragen und Gefühle an diesem geheimnisvollen Ort aufwirft, dass sie sich dafür immer ausreichend Zeit nehmen will. Ihre Einladung an die 6c, die sie als interessierte und tolle Klasse gelobt hat, steht.
Jutta Meutzner
Sigrun Voigt